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"Dem Feuer zum Trutz, dem nächsten zum Schutz"
Das 140-jährige Bestehen feiert heuer der Tiroler Landes-Feuerwehrverband. Aus diesem Anlass trafen sich die 13 Gründungsfeuerwehren aus Nord-, Ost- und Südtirol am Samstag, den 28. April 2012 im Ratsaal der Liebburg in Lienz.
Nur eine starke Interessensvertretung kann die Anliegen der Feuerwehren effizient vertreten. Dieser Meinung waren auch die Gründer des Landes-Feuerwehrverband Tirol in Jahre 1872. Feuersbrünste begleiteten von Anfang an größere Ansiedlungen und die Bevölkerung war diesen ohnmächtig ausgeliefert. Mit Verordnungen und Gesetzen zur Feuerbekämpfung versuchten die Verantwortlichen, die verheerenden Brände in Ortschaften in den Griff zu bekommen. Doch erst die in den 50-iger Jahren des 19. Jahrhunderts aufkeimenden „Freiwilligen Feuerwehren“ konnten gleich nach der Gründung gute Erfolge bei der Feuerbekämpfung aufweisen. Auch Anton von Wilburger war ein Pionier dieser Feuerwehrarbeit und gründete 1867 die Freiwillige Feuerwehr Reutte. Nach mehreren Versuchen einen Landes-Feuerwehrverband zu gründen, wurden beim Pfingstfest der Tiroler und Kärntner Feuerwehren am 19. und 20. Mai 1872 in Lienz die Statuten für den tirolerischen Feuerwehr Gauverband vom Kommando der Innsbrucker Feuerwehr vorbereitet und dort diskutiert, geändert und beschlossen.
Ägidius Pegger der Gründer und Kommandant der Lienzer Feuerwehr übernahm im September 1871 die Feuerwehr Innsbruck, war federführend bei der Organisation zur Gründung des Landes-Feuerwehrverbandes dabei und meldete auf Grund des Lienzer Beschlusses am 12. Dezember 1872 den Verband der freiwilligen Feuerwehren in Tirol bei der hochlöblichen k.k. Statthalterei in Innsbruck als Verein an. Bei der 1. Verbands-Sitzung in Innsbruck wurde Pegger zum Obmann gewählt. Ein Tag vor der Zustellung der Genehmigung verstarb Pegger an den Folgen einer Verletzung, die er sich bei einer Feuerwehrübung zu Pfingsten 1873 an einer von ihm konstruierten Leiter zugezogen hatte. Sein Nachfolger Dr. Otto Stolz setzte die Arbeit kontinuierlich fort. Die Herausforderung der ersten Jahre war die Akzeptanz der Freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden zu erreichen, sowie die Regelungen der Befehlsgewalt am Brandplatz.
Die dreizehn Gründungsfeuerwehren des Landes-Feuerwehrverbandes Tirol:
| 1. Innsbruck | 8. Hopfgarten |
| 2. Hall | 9. Reutte |
| 3. Schwaz | 10. Bruneck |
| 4. Zell am Ziller | 11. Lienz |
| 5. Rattenberg | 12. Brixen |
| 6. Kufstein | 13. Meran |
| 7. Kitzbühel |
Aus Anlass des Lienzer Beschlusses und zum Start der Aktivitäten im Jubiläumsjahr trafen sich die Spitzen der Nord-, Ost- und Südtiroler Feuerwehrverbände zur Jubiläumssitzung in Lienz. In Anwesenheit von LHStv. ÖR Anton Steixner, BH Dr. Olga Reisner, der Lienzer Bürgermeisterin DI Elisabeth Blanik, des Präsidenten des Verbandes der Südtiroler Feuerwehren Wolfram Gapp, des Landesfeuerwehrinspektors DI Alfons Gruber, Vertreter der Bezirks-Feuerwehrverbände, sowie der Kommandanten der Gründungsfeuerwehren gedachte Landesfeuerwehrkommandant LBD Klaus Erler der Ereignisse vor 140 Jahren und zeichnete in einem Rückblick die weitere Entwicklung des Feuerwehrwesens in Tirol bis in die Gegenwart herauf nach. Aus einer damals noch sehr laienhaften Truppe ist inzwischen ein schlagkräftiger Verband mit ca. 33.000 Mitgliedern geworden. Im Landes-Feuerwehrverband Tirol sind heute neun Bezirksfeuerwehrverbände mit insgesamt 340 Freiwilligen, 21 Betriebs- und einer Berufsfeuerwehr organisiert.
Offizielles Video zum 140 Jahr Jubiläum - Landes-Feuerwehrverband Tirol
YouTube - Bericht der Auftaktveranstaltung am 28.04.2012 in der Liebburg in Lienz
Bilder- und Videoquellen: LFV-Tirol, Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit und BFV bzw. FW-Lienz
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